Kurz gesagt: Die Kita-Eingewöhnung gelingt am besten schrittweise: In den ersten Tagen bleiben Sie mit Ihrem Kind in der Gruppe, dann verabschieden Sie sich kurz und verlängern die Trennung von Tag zu Tag. Hilfreich sind ein kurzes, immer gleiches Abschiedsritual, entspannte Eltern und eine rechtzeitig gepackte Kita-Tasche – Hausschuhe, Rucksack, Wechselkleidung und Trinkflasche oder Becher.
Autorin: Eva Birsa, Mama und Mitgründerin von Evitas · Aktualisiert: 27.09.2026
Der Start in Krippe oder Kita ist für Kinder und Eltern ein großer Schritt. Die gute Nachricht: Die meisten Kinder gewöhnen sich innerhalb weniger Wochen ein, wenn man ihnen Zeit und Sicherheit gibt.
Wie läuft die Kita-Eingewöhnung ab?
Viele Kitas in Deutschland arbeiten nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell: In einer Grundphase von drei Tagen ist ein Elternteil mit dem Kind für kurze Zeit in der Gruppe, frühestens am vierten Tag folgt ein erster kurzer Trennungsversuch. Je nachdem, wie das Kind reagiert, dauert die Eingewöhnung insgesamt meist etwa zwei bis vier Wochen, manchmal länger. Andere Kitas nutzen das Münchener Modell oder eigene Konzepte – sprechen Sie den genauen Ablauf mit der Bezugserzieherin ab. Typisch ist:
- Grundphase: Ihr Kind ist nur kurz in der Kita (z. B. 1–2 Stunden), Sie sind dabei und lassen es selbst erkunden.
- Erster Trennungsversuch: Zeigt Ihr Kind Interesse am Spiel und an der Erzieherin, verabschieden Sie sich für kurze Zeit (15–30 Minuten) und kommen zurück.
- Stabilisierung: Jeden Tag bleibt Ihr Kind etwas länger allein – erst bis zum Frühstück, dann bis zum Mittagessen, schließlich auch über den Mittagsschlaf.
- Ganzer Tag: Wenn Ihr Kind in der Kita entspannt isst, spielt und schläft, kann es bis zur normalen Abholzeit bleiben.
Planen Sie für die Eingewöhnung wenn möglich einige Urlaubstage oder flexible Arbeitszeiten ein.
Das Abschiedsritual: kurz, klar, jeden Tag gleich
- Verabschieden Sie sich immer – nicht heimlich gehen. Sonst wird Ihr Kind unsicherer, weil es nie weiß, wann Sie verschwinden.
- Ein kurzes Ritual: Umarmung, Kuss, Winken am Fenster, „Ich hole dich nach dem Mittagessen ab“.
- Den Abschied nicht in die Länge ziehen. Weinen beim Abschied ist normal und legt sich bei den meisten Kindern schnell, sobald sie spielen.
- Pünktlich zurückkommen und die Zeit mit einem Ereignis beschreiben (nach dem Frühstück, nach dem Mittagessen), nicht mit der Uhrzeit.
- Ein Übergangsobjekt – Lieblingskuscheltier oder Schnuller – kann helfen, wenn die Kita es erlaubt.
Wie bereitet man sich zu Hause vor?
- Einige Wochen vorher den Tagesrhythmus an die Kita anpassen (Aufstehen, Mahlzeiten, Mittagsschlaf).
- Positiv und konkret über die Kita sprechen: was es dort spielt, wer da ist, wann Sie es abholen.
- Wenn möglich vorher an der Kita vorbeispazieren.
- Selbstständigkeit üben: aus dem Becher trinken, Hausschuhe anziehen, Hände waschen.
- Auch an sich selbst denken: Ihre Ruhe überträgt sich auf Ihr Kind.
Checkliste: Was braucht mein Kind in der Kita?
| Was | Worauf achten |
|---|---|
| Hausschuhe oder Stoppersocken | atmungsaktiv, flexible rutschfeste Sohle, leicht anzuziehen |
| Kindergartenrucksack | leicht, passende Größe, mit Namen des Kindes |
| Wechselkleidung | 1–2 Sets (Unterwäsche, Socken, Shirt, Hose), passend zur Jahreszeit |
| Trinkflasche oder Becher | für die Krippe ein Strohhalmbecher oder Trinklernbecher, den das Kind schon kennt |
| Windeln und Feuchttücher | wenn Ihr Kind noch Windeln trägt – nach Vorgabe der Kita |
| Matschkleidung | Matschhose oder Regenjacke, Gummistiefel, Mütze (Sommer und Winter) |
| Übergangsobjekt | Schnuller, Spucktuch oder Kuscheltier, wenn erlaubt |
Beschriften Sie alles mit dem Namen Ihres Kindes – in der Kita gibt es viele gleiche Hausschuhe und Rucksäcke.
Hausschuhe für die Kita
Kinderfüße sind noch in der Entwicklung. Hausschuhe sollten deshalb bequem und stabil sein, mit flexibler, rutschfester Sohle und aus atmungsaktiven Materialien. Am besten kann Ihr Kind sie bald selbst anziehen. Bei uns finden Sie Ciciban Kinderhausschuhe aus Baumwolle für zu Hause und die Kita.
Kindergartenrucksack
Der Rucksack ist auch Motivation: Mit dem eigenen „großen“ Rucksack geht es stolzer in die Kita. Er sollte leicht und passend zur Größe Ihres Kindes sein. Entdecken Sie Kinderrucksäcke oder Kindergartenrucksäcke mit Namen, etwa die beliebten Tierrucksäcke von Trixie Baby.
Trinkflasche oder Becher
Für die Krippe ist ein Strohhalmbecher oder ein 360°-Trinklernbecher praktisch, den Ihr Kind schon von zu Hause kennt. Außerdem gibt es Trinkflaschen mit Strohhalm und Trinkflaschen mit Namen.
Infekte in den ersten Kita-Monaten
Mit dem Kita-Start wird Ihr Kind häufiger krank, meist mit Erkältungen. Das ist zu erwarten, denn das Immunsystem lernt viele neue Erreger kennen. Regelmäßiges Händewaschen, genug Schlaf, abwechslungsreiche Ernährung und Impfungen nach Impfkalender helfen. Wann Ihr Kind zu Hause bleiben muss, regelt die Kita; bei Fieber oder Unwohlsein sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.
Für gesunde Mahlzeiten zu Hause lesen Sie auch unseren Ratgeber Beikost einführen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Kita-Eingewöhnung?
Nach dem Berliner Modell meist etwa zwei bis vier Wochen, bei manchen Kindern länger. Nach Krankheit oder Urlaub kann der Abschied vorübergehend wieder schwerer fallen.
Was tun, wenn mein Kind jeden Morgen weint?
Weinen beim Abschied ist in den ersten Wochen normal. Verabschieden Sie sich kurz und ruhig und fragen Sie die Erzieherin, wie schnell sich Ihr Kind beruhigt. Wird es nach mehreren Wochen nicht besser, vereinbaren Sie eine langsamere Eingewöhnung.
Darf mein Kind Schnuller oder Kuscheltier mitnehmen?
Die meisten Kitas erlauben ein Übergangsobjekt, besonders zum Schlafen. Fragen Sie in Ihrer Kita nach.
Wie viel Wechselkleidung braucht mein Kind in der Kita?
Meist ein bis zwei Sets, während des Trockenwerdens mehr. Tauschen Sie die Kleidung je nach Jahreszeit aus.
Welche Hausschuhe eignen sich für die Kita?
Atmungsaktive, bequeme Hausschuhe mit flexibler, rutschfester Sohle, die Ihr Kind selbst an- und ausziehen kann.
Quellen
Die Inhalte dienen nur zur Information und ersetzen keine Beratung durch Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.


